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Kunzite

Vor Jahrmillionen entstanden Edelsteine in unzähligen Variationen tief im Innern unserer Erde. Die meisten kennen wir, oft sogar schon seit Tausenden von Jahren. Und doch kommt es immer wieder vor, dass eine bisher noch nicht bekannte Variante eines Edelsteins ans Tageslicht gelangt. Zu diesen „jungen“ Edelsteinen gehört der zartrosafarbenen Kunzit, den man zurzeit immer häufiger als attraktiven Blickfang in Schmuckstücken sieht. Erst seit etwas mehr als einhundert Jahren ist er bekannt und doch erlebt er schon so etwas wie eine zweite Renaissance.

Wie schon gesagt, ist Kunzit noch ein recht junger Edelstein. Erst im Jahr 1902 hat der New Yorker Juwelier und Edelsteinfachmann George Frederick Kunz (1856 – 1932) den damals gerade erst in Kalifornien entdeckten Edelstein als erster ausführlich beschrieben. Und da üblicherweise neu entdeckte Edelsteine den Namen ihres Entdeckers oder Mäzens erhalten, wurde die zartrosa Neuentdeckung „Kunzit“ genannt.

Dieser Edelstein besticht vor allem durch seine Klarheit und seine feinen zartrosa Farbnuancen, die häufig einen Hauch von Violett zeigen. Es sind sanfte, zärtliche Farbnuancen, feminin und verführerisch. Damit die feine Farbe auch richtig zur Geltung kommt, muss der Schleifer den rohen Kristall beim Bearbeiten sehr genau orientieren. Denn je nachdem, aus welcher Richtung man einen Kunzit betrachtet, zeigt er sich violett, rosa oder farblos. Manche Kunzite aus Fundstellen in Afghanistan sind auch kräftig violett, hell violett und hell grün, je nach Blickrichtung. In der Edelsteinkunde nennt man diese Erscheinung Pleochroismus, was soviel wie Mehrfarbigkeit bedeutet. Diese Eigenschaft ist beim Kunzit besonders ausgeprägt. Falls Sie Gelegenheit haben einen Kunzit genauer zu betrachten, achten Sie einmal darauf. Beim gut geschliffenen Stein werden Sie beim Blick von oben jedoch immer die schönste Farbnuance sehen. Dafür sorgen erfahrene Schleifer, die den rohen Kristall entsprechend seiner Materialeigenschaften perfekt bearbeiten. Die meisten Kunzite sind jedoch von recht heller Farbe. Kräftig gefärbter Kunzit ist selten und entsprechend wertvoll.

Dieser Edelstein ist das jüngste Mitglied der Edelsteinfamilie der Spodumene, zu der auch der gelbgrüne bis grüne und rund ein viertel Jahrhundert früher entdeckte Hiddenit gehört - der übrigens auch den Namen nach seinem Entdecker W. E. Hidden erhielt. Wer sich für Gemmologie interessiert, weiß, dass die Spodumene zusammen mit Diopsid, Jadeit und drei weiteren Mineralarten die Gruppe der Pyroxene bilden, deren Name vom griechischen „pyr“ für Feuer und „xenos“ für Fremdling kommt.

Entdeckt wurde der zartrosa Edelstein im Jahre 1902 im Pala Bezirk von San Diego County in Kalifornien. Heute findet man die prismenförmigen Kunzit-Kristalle mit den typischen vertikalen Streifen hauptsächlich in Afghanistan, Madagaskar, Brasilien und den USA. Die außen oft stark zerfressenen Kristalle oder Teilstücke können Größen von mehreren Kilogramm erreichen.

Als Spodumen-Varietät gehört Kunzit zur Mineralklasse der Ketten-Silikate. Die feine Fliederfarbe verdankt er winzigen Spuren von Mangan. Die Farbe kann allerdings im direkten Sonnenlicht verblassen. Deshalb sollte Schmuck mit Kunzit zum Beispiel nie beim Sonnenbaden oder am Strand getragen werden.

Seine Härte ist recht gut und liegt zwischen 6 _ und 7 auf der Mohs´schen Skala. Zum Leidwesen der Schleifer ist dieser Edelstein jedoch vollkommen spaltbar und deshalb extrem schwierig zu schleifen. Hat er aber erst einmal seine endgültige Form erhalten, so ist er unkompliziert. Nur nachschleifen lässt er sich nicht gerne. Geschliffener Kunzit überrascht selbst Fachleute immer wieder durch seine gute Brillanz. Der silbrige Spielglanz auf den Facetten bildet einen schönen Gegensatz zum feinen Rosa-Violett des Edelsteins.

Kunzit ist in vielen schönen Schliff-Formen im Handel zu finden. Er gehört zu den Edelsteinen, die auch in relativ großen Größen noch zu bezahlbaren Preisen erhältlich sind. Beim Kauf sollten Sie jedoch daran denken, dass in erster Linie die Farbe und erst dann die Reinheit entscheidend für seinen Wert sind. Je intensiver die Farbe, desto wertvoller ist ein Kunzit. Die Entscheidung, ob die Farbe mehr oder weniger stark ins Violette gehen soll, ist von Ihrer persönlichen Vorliebe und Ihrem Hauttyp abhängig.

Dieser Edelstein mit dem feinen, zärtlichen Rosa ist nicht nur ein idealer Schmuckstein für Liebende, auch als Heilstein ist er sehr beliebt. Kunzit soll die Hingabe und das Einfühlungsvermögen seiner Trägerin oder seines Trägers fördern und innere Ruhe und Lebensfreude schenken. Da man ihm außerdem nachsagt, dass er den Geist aktiviere und von Sorgen und Unruhe befreie, ist er ein guter Edelstein gegen stressbedingte Prüfungsängste. Ob man nun an diese positiven Wirkungen glaubt oder nicht, sicher ist: Sein feines, violett angehauchtes Rosa verbreitet eine heitere Gelassenheit und lässt ängstliche und depressive Stimmungen erst gar nicht aufkommen. Probieren Sie es selbst!